DGUV-Vorschrift 2 ersetzt BGV A2 und GUV 0.5

Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit

Mit der zum 1. Januar 2011 in Kraft getretenen, reformierten Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (DGUV Vorschrift 2) wurden zum ersten Mal eine einheitliche und gleichlautende Vorgabe zur Gestaltung der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung der Betriebe und Bildungseinrichtungen für alle Unfallklassen und Berufsgenossenschaften erarbeitet.

Wegfall von starren Einsatzzeiten

Die starren Einsatzzeiten wurden auflöst und hängen nun von der Grundbetreuung bzw. der betriebsspezifische Betreuung ab.

Grundbetreuung

Die Grundbetreuung stellt sicher, dass für vergleichbare Betriebe und Dienststellen identische Grundanforderungen bestehen. Im Rahmen der Grundbetreuung wird je nach Branche, eine bestimmte Einsatzzeit je Beschäftigten vorgegeben. Diese wird anhand von drei Multiplikatorfaktoren (0,5, 1,5 oder 2,5) je nach Gefährdungspotenzial ermittelt. Für die Verwaltung eines Betriebes wären das z.B. 0,5 Std/MA und Jahr. Diese Einsatzzeit gilt für den Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Der Unternehmer setzt mit Rücksprache der Betriebsärzte und der Fachkraft für Arbeitssicherheit das Verhältnis der Einsatzzeiten fest.
Hierbei darf die Einsatzzeit des Einen 20% (Betriebsarzt und FaSi) und mindestens 0,2h/MA nicht unterschreiten. Das Unternehmen kann diese Festlegung jedes Jahr nach seinem individuellen Bedarf verändern und erhöhen.

Betriebsspezifische Betreuung

Hinzu kommt die betriebsspezifische Betreuung. Diese beinhaltet Themen wie die Vorsorge und wird anhand eines Fragebogens ermittelt.